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Typ 1 & Typ2

Typ-1-Diabetes stellt eine Autoimmunerkrankung dar, die in der Regel bereits im Kindes- oder Jugendalter auftritt, jedoch auch bei Erwachsenen diagnostiziert werden kann. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird gelegentlich von "Jugenddiabetes" gesprochen.

Die Krankheit ist durch eine fehlgeleitete Reaktion des eigenen Immunsystems gekennzeichnet, das sich gegen die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse richtet. Dies führt dazu, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, Insulin zu produzieren.

Der resultierende Insulinmangel bewirkt, dass der Zucker nicht aus dem Blut in die Körperzellen gelangt, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer potenziell lebensbedrohlichen Überzuckerung führt.

Die Anzeichen von Typ-1-Diabetes entwickeln sich oft rasch, innerhalb weniger Wochen oder sogar Tage. Typische Symptome umfassen starken Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Muskelschwäche, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Falls die Anzeichen nicht erkannt und behandelt werden, kann es zu einer diabetischen Ketoazidose kommen, einem akuten Notfall, der sofortige Krankenhausbehandlung erfordert. Ketoazidose äußert sich durch starke Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, vertiefte Atmung, einen süßlichen Geruch des Atems oder Urins (nach Aceton), Sehstörungen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Benommenheit, Verwirrtheit, trockene Haut und im schlimmsten Fall Bewusstseinsverlust bis hin zum Koma.

Bis heute gibt es keine Heilung für Typ-1-Diabetes. Betroffene müssen lebenslang ihre Blutzuckerwerte überwachen und Insulin injizieren. Moderne Technologien ermöglichen jedoch mittlerweile ein weitgehend normales Leben trotz dieser Erkrankung.

Typ-2-Diabetes manifestiert sich in der Regel erst nach dem 40. Lebensjahr und wird daher oft als Altersdiabetes bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist auch die Bezeichnung „Zuckerkrankheit“ geläufig.

Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen zunehmend schlechter auf das Hormon Insulin, was als Insulinresistenz bezeichnet wird. Infolgedessen steigert die Bauchspeicheldrüse zunächst die Insulinproduktion, bis das vermehrt ausgeschüttete Insulin nicht mehr ausreicht, um die Insulinresistenz zu kompensieren. Dies führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels, was auf einen Typ-2-Diabetes hinweist.

Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind Übergewicht, eine ungesunde Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität und eine genetische Veranlagung. Menschen mit dem sogenannten Metabolischen Syndrom, das durch mehrere gleichzeitig auftretende Symptome wie Übergewicht (insbesondere im Bauchraum), erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte sowie Bluthochdruck gekennzeichnet ist, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes.

Zu Beginn der Erkrankung kann eine Gewichtsreduktion durch eine Ernährungsumstellung und vermehrte körperliche Aktivität ausreichen, um die Blutzuckerwerte zu verbessern. Wenn diese grundlegende Therapie, auch als Basistherapie bezeichnet, nicht ausreicht, können blutzuckersenkende Medikamente oder Insulin erforderlich sein.

Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum schleichend. Die Diagnose erfolgt häufig zufällig, da die Symptome unspezifisch sind. Personen mit Typ-2-Diabetes können jedoch bei sehr hohen Blutzuckerwerten auch typische Anzeichen wie gesteigerten Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Antriebsarmut, Leistungs- oder Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression, Sehstörungen, häufige Infekte, schlecht heilende Wunden und trockene Haut aufweisen.

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